Komfort auf Knopfdruck – aber zu welchem Preis?
Wenn es um schnelles, zuverlässiges Heizen geht, ist die elektrische Gewächshausheizung bei vielen Hobbygärtnern die erste Wahl. Doch wie effizient sind elektrische Heizlüfter wirklich? Lohnt sich der Stromverbrauch auf Dauer? Und wie installierst du ein Heizsystem sicher und sinnvoll?
In diesem Beitrag zeigen wir dir alle Vor- und Nachteile, geben dir einen Überblick zu verschiedenen Geräten, klären über Stromkosten auf und geben konkrete Praxistipps für eine wirtschaftliche Nutzung.
Welche Arten von elektrischer Gewächshausheizung gibt es?
1. Heizlüfter
Diese Geräte blasen warme Luft in den Raum und sorgen schnell für Temperaturanstieg. Sie sind oft mit Thermostatregelung ausgestattet und besonders mobil einsetzbar.
2. Elektroheizstäbe / Heizkabel
Ideal für Saatbeete oder Bodenheizung. Werden meist unter der Erde oder in Anzuchtbeeten verlegt.
3. Infrarotheizungen
Strahlenwärme direkt auf Pflanzen und Objekte – besonders effizient in gut isolierten Gewächshäusern.
Vorteile elektrischer Heizungen
Einfache Installation – Plug & Play
Thermostatsteuerung möglich – konstante Temperatur
Keine offenen Flammen oder Emissionen
Geräuscharm und wartungsfrei
Noch unsicher, ob das die beste Lösung ist? Hier findest du eine Gesamtübersicht über alle Heizmethoden:
Gewächshaus heizen im Winter – Die besten Methoden im Überblick
Nachteile & Herausforderungen
Hoher Stromverbrauch – abhängig von Dämmung & Außentemperatur
Kostenfalle bei Dauerbetrieb
Abhängigkeit vom Stromnetz (kein Off-Grid-Betrieb)
Nicht immer ideal bei größeren Gewächshäusern
Was kostet es, ein Gewächshaus elektrisch zu heizen?
Die Stromkosten hängen ab von:
- Der Leistung des Heizgeräts (z. B. 2000 W = 2 kWh)
- Der Laufzeit pro Tag (z. B. 10 Stunden)
- Dem aktuellen Strompreis (z. B. 0,30 €/kWh)
Beispielrechnung:
2 kW × 10 h × 30 Tage × 0,30 €/kWh = 180 €/Monat
Mit Zeitschaltuhren, Thermostaten und guter Isolierung kannst du das aber deutlich senken.
Tipps zum Energiesparen beim Heizen im Gewächshaus bekommst du hier:
Energie sparen beim Heizen – 7 Tipps vom Profi
Wie installiere ich eine elektrische Heizung sicher?
Das solltest du beachten:
- Feuchtigkeitsschutz (IP-Schutzklasse) – IPX4 oder besser
- RCD-Schutzschalter verwenden (Fehlerstromschutz)
- Kabel wettergeschützt verlegen (z. B. Erdkabel, Kabelschutzrohre)
- Luftzirkulation sicherstellen – Lüfter nicht zudecken!
- Thermostat sinnvoll positionieren – nicht direkt am Heizgerät
Optional kannst du mit smarten Steckdosen oder WLAN-Thermostaten die Steuerung automatisieren.
Lies dazu auch: Gewächshaus automatisch heizen – Smart-Home-Lösungen
Wann lohnt sich eine elektrische Gewächshausheizung?
| Ideal geeignet für: | Weniger geeignet für: |
|---|---|
| Kleine bis mittlere Flächen | Sehr große Gewächshäuser |
| Kurzfristiges Heizen | Dauerbetrieb im Winter |
| Gut isolierte Gewächshäuser | Schlecht gedämmte Bauten |
| Technisch affine Nutzer | Off-Grid-Gärtner |
Alternative: Gewächshaus heizen ohne Strom?
Alt-Tag: Gewächshaus mit Paraffinofen als stromfreie Heizalternative
Wenn du unabhängig vom Stromnetz sein willst, gibt es clevere Alternativen ohne Strom – z. B. Paraffinöfen, Kompostheizung oder Solarluftkollektoren.
Ideen findest du hier: Gewächshaus heizen ohne Strom – 5 clevere Alternativen
Fazit: Mit Strom heizen – ja, aber bewusst!
Eine elektrische Gewächshausheizung kann sinnvoll und effizient sein – wenn sie gut geplant ist. Entscheidend sind:
- Gute Isolierung
- Einsatz eines Thermostats oder Timers
- Gerätegröße an den Raum anpassen
- Kombination mit energiesparenden Maßnahmen
So nutzt du den Komfort des Stroms, ohne die Stromrechnung explodieren zu lassen.


